Abfallbehandlung
Von Recyclingverfahren über die Ersatzbrennstoffherstellung, die chemisch-physikalische Behandlung von Flüssigkeiten bis hin zur Staubaufbereitung – Lindenschmidt Umweltservice setzt in seiner Anlage zur Verwertung von Abfallstoffen in Kreuztal-Krombach auf ein breites Spektrum verschiedenster Verfahren, um Ihren Abfall dem bestmöglichen Entsorgungsweg zuzuführen. Im Sinne unserer Kunden, der Umwelt und der eigenen Geschäftspolitik investieren wir stetig in die Entwicklung und Umsetzung neuer Verfahren und in die Modernisierung bestehender Anlagen. Mit der biologischen Abwasserbehandlung und der intensiven Nutzung installierter Photovoltaikanlagen leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz.
Erhalten Sie hier einen Überblick über unsere wichtigsten Behandlungsverfahren:
Behandlung von festen Abfallstoffen
Bei der Aufbereitung der unterschiedlichen festen Abfallstoffe stehen nach der Anlieferung in Abhängigkeit der Abfallart vielseitige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Hierbei handelt es sich unter anderem um Zerkleinerungs-, Sieb- und Separierungsanlagen, in denen Abfallstoffe entsprechend ihrer Zusammensetzung verarbeitet und auf weitere Behandlungsschritte vorbereitet werden. Recyclingfähiges Material wie Metallkomponenten wird dabei im Sinne des Wertstoffkreislaufes aus allen Prozessen ausgeschleust.
Einen weiteren Prozess im Bereich der Feststoffbehandlung stellt die Verarbeitung von Stäuben und staubförmigen Abfällen dar. Diese bergen auf Grund ihrer physikalischen Eigenschaften bei der Behandlung Risiken wie Gesundheitsschädigungen oder Explosionsgefahren. Diese Risiken betreffen dabei nicht ausschließlich gefährliche Abfälle, sondern auch Abfallstoffe wie Kohle oder Asche, die in unserer Anlage zur Staubaufbereitung verarbeitet werden können. In dieser werden angelieferte Abfallstoffe so vorbehandelt, dass sie in eine teigartige Masse verarbeitet werden und damit das genannte Risikopotential eingedämmt wird.
Behandlung von flüssigen Abfallstoffen
In unserer chemisch-physikalischen Behandlungsanlage für organische flüssige Abfälle werden die meisten der im Saugwagen angelieferten Abfälle – mit Ausnahme von Säuren und Laugen – behandelt. Dies geschieht über einen klassischen Spaltprozess mithilfe der Zuführung verschiedener Spaltmittel. Durch den Prozess entsteht ein Dünnschlamm, der über entsprechende Entwässerungsvorrichtungen in eine Wasserphase und einen entwässerten Schlamm getrennt wird. Das noch belastete Wasser wird mittels der unternehmenseigenen Kläranlage aufbereitet und anschließend dem öffentlichen Kanalnetz zugeführt. Der anfallende Schlamm wird abschließend zur thermischen Verwertung in externen Anlagen bereitgestellt.
Im Bereich der Verarbeitung organischer flüssiger Abfallstoffe bereiten wir auch Öl-Gemische, also Emulsionen auf, um die darin enthaltenen Öle in bereinigter Form wieder dem Wertstoffkreislauf zurückführen zu können.
Auch anorganische Abfallstoffe wie Säuren und Laugen werden in einem Teil der CP-Anlage behandelt. Die Abfälle werden hier innerhalb geschlossener Anlagen gemäß der im Labor erarbeiteten Vorgaben verarbeitet, bis das Material diesen entspricht. Nach abgeschlossenem Neutralisationsvorgang wird das Stoffgemisch entwässert. Das Ziel besteht darin, den Großteil des angelieferten Abfalls als Filtrat der unternehmenseigenen biologischen Abwasserbehandlung zuzuführen, während ein nur geringer Schlammanteil der Endentsorgung unterzogen werden muss.
Eine weitere Verarbeitungsmöglichkeit stellt bereits seit 2005 die Vakuumverdampfung belasteter wässriger Abfälle dar. Hierbei werden unter anderem schwermetallbelastete oder auch komplexbildnerhaltige Abfallstoffe in verschiedenen Vakuumdestillationsaggregaten verarbeitet. Das Material wird in eine große Menge Abwasser und eine geringe belastete Schlammphase getrennt, die einer weiteren Behandlung bedarf.
Vorbehandlung fester und flüssiger Abfallstoffe für die EBS-Produktion
In unserer Abfallbehandlungsanlage werden heizwertreiche Abfallstoffe sowohl zu festem als auch flüssigem Brennstoff zur energetischen Verwertung aufbereitet.
Hierbei werden die entsprechenden Abfallstoffe zerkleinert, vorkonditioniert, gesiebt und separiert. Anteile an Eisen- oder Nichteisenmetallen werden im Laufe des Prozesses ausgeschleust und dem Wertstoffrecycling zugeführt. Der bei der Separierung anfallende Feinkornanteil kann nach einer thermischen Nachbehandlung als Ersatzbrennstoff (EBS) fossile Brennstoffe in der Zementindustrie ersetzen und damit wertvolle Ressourcen schonen.
Bei der „EBS-Flüssigproduktion“ werden flüssige Abfallstoffe – unter anderem lösemittelhaltige Abfälle – geschlossenen Konditionierungsbecken zugeführt und dort gemäß eines zuvor im hauseigenen Labor erstellten Menüs verarbeitet.
Biologische Abwasserbehandlung
2025 ist die neue Stufe der unternehmenseigenen biologischen Abwasserbehandlungsanlage in Betrieb gegangen, in der Abwässer aus der chemisch-physikalischen Behandlung und der Industriereinigung aufbereitet werden. Die Behandlung erfolgt durch Mikroorganismen in Form einer anaeroben Vergärung, das heißt unter komplettem Ausschluss von Sauerstoff. Das Verfahren ergänzt die bis dahin unter Zuführung von Sauerstoff betriebene Abwasserbehandlungsanlage und sorgt für eine hochwertige Aufbereitung und damit für die Einhaltung aller Vorgaben und Grenzwerte.
Die neue anaerobe Abwasserbehandlungsstufe punktet gleich in doppelter Hinsicht: Das Verfahren benötigt nicht nur deutlich weniger Energie als die bisherige Behandlungsart, es wird sogar wertvolles Biogas erzeugt, welches wir für unsere internen Prozesse nutzen. Mit der neuen Anlage setzt Lindenschmidt Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz und Ressourcenschutz: Zukünftig sollen mindestens 800 Tonnen CO2 eingespart werden, das entspricht einer Menge, die beim Verbrennen von 300.000 Litern Diesel freigesetzt würde.